Frauenheilkunde München

Doppler Sonografie Praxis Dr. Stefan Koch München, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Pränatale Diagnostik, Ultraschall Diagnostik

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Dopplersonografie

(Christian Doppler, 1803-1853, österreichischer Physiker und Mathematiker, Beschreibung des „Dopplereffekts“)

Was ist Dopplersonografie?

Die Dopplersonografie ist eine zusätzliche Untersuchung zur Überwachung von Risikoschwangerschaften. Die Dopplersonografie beruht auf einem besonderen physikalischen Effekt („Dopplereffekt“) und stellt den Blutfluss (Richtung und die Geschwindigkeit) in den kindlichen und mütterlichen Gefäßen farbig und akustisch dar.

Originalbild: Uterina-Doppler
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Was wird mit der Dopplersonografie beurteilt?

Die Dopplersonografie bietet die Möglichkeit den utero- und fetoplazentaren Blutstrom zu beurteilen, also den Blutfluss, der zwischen Gebärmutter und Plazenta sowie Fetus und Plazenta besteht. Zum anderen können fetale Blutgefäße und das fetale Herz untersucht werden.
Kombiniert mit einer Beurteilung des kindlichen Wachstums, der Fruchtwassermenge und der Plazentareifung gibt die Messung des Blutflusses in den kindlichen Gefäßen (z.B. Hauptschlagader, Gehirngefäße, Nabelschnur) und das Durchblutungsverhalten in den Gebärmuttergefäßen Aufschluss über den Versorgungszustand des Ungeborenen sowie die Funktion der Plazenta, also über das „Wohlbefinden“ des Kindes.

Wann wird die Dopplersonografie durchgeführt?

Der reguläre Untersuchungszeitraum reicht von der 24. – 38. SSW, in Einzelfällen jedoch früher, und hängt maßgeblich von der medizinischen Fragestellung ab.


In welchen Fällen wird die Dopplersonografie durchgeführt?

Sie wird durchgeführt bei:

  • schwangerschaftsbedingter Erkrankung der Mutter (z.B. Diabetes mellitus, Nierenerkrankung), Bluthochdruck, Präeklampsie (sog. Schwangerschaftsvergiftung)
  • Verdacht auf vermindertes Wachstum des Kindes
  • verminderter Fruchtwassermenge
  • Auffälligkeiten der fetalen Herzfrequenz
  • Verdacht auf Herzfehler/Herzerkrankungen
  • Verdacht auf kindliche Fehlbildung oder Erkrankung
  • Blutgruppenunverträglichkeit
  • bestimmten Infektionen (z.B. Ringelröteln)
  • Früh- oder Mangelgeburt in einer vorangegangenen Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaften

Durch Dopplersonografie können frühzeitig Situationen erkennbar sein, die konsequentes Handeln erfordern. Bei vermindertem Wachstum oder Wachstumsstillstand des Kindes oder Neigung zu schwangerschaftsbedingten Erkrankungen (Bluthochdruck, Präeklampsie) können Hinweiszeichen bereits 2-3 Wochen vor dem Auftreten von pathologischen CTG-Veränderungen erkannt werden. Eine intensive vorgeburtliche Betreuung oder in Einzelfällen eine vorzeitige Entbindung kann notwendig werden.

Untersuchte Gefäße und ihre Bedeutung für die Beurteilung (gemäß Mutterschaftsrichtlinien)

In der Regel werden mehrere Gefäße untersucht:

Arteriae uterinae ( 18.-24. SSW )
Beurteilung der uteroplazentaren Perfusion, Früherkennung der Eklampsie, Beurteilung der Plazentafunktion bei morphologischer Veränderung, Plazentainsuffizienz bei Retardierung oder Oligohydramnie, Veränderung bei maternalen Erkrankungen.

Arteria umbilicalis ( 2. Trimennon, 3. Trimenon )
Beurteilung der fetoplazentaren Perfusion, Erkennung einer Plazentainsuffizienz bei Wachstumsverzögerung und Oligohydramnie (wenig Fruchtwasser).

Aorta fetalis
Erkennung von Verteilungsstörungen, Hinweise auf Zentralisation des Feten als Ausdruck einer Mangelsituation.
 
A. cerebri media
Erkennung einer längerdauernden Minderversorgung durch "fetal brain sparing", d.h. Widerstandsänderung in den Gehirngefäßen, Flussgeschwindigkeitsmessungen als indirekter Marker einer fetalen Anämie (z.B. Parvovirus-Infektion, Rhesus-Inkompatibilität).

Ductus venosus
Zentrales Gefäß, vor dem rechten Herzen, fetales Wohlbefinden, AusschlussHerzinsuffizienz,

venöser Doppler: vena umbilicalis, Vena pulmonalis

 


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