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Dopplersonografie
(Christian Doppler, 1803-1853, österreichischer
Physiker und Mathematiker, Beschreibung des Dopplereffekts)
Was ist Dopplersonografie?
Die Dopplersonografie ist eine zusätzliche
Untersuchung zur Überwachung von Risikoschwangerschaften. Die Dopplersonografie
beruht auf einem besonderen physikalischen Effekt (Dopplereffekt)
und stellt den Blutfluss (Richtung und die Geschwindigkeit) in den kindlichen
und mütterlichen Gefäßen farbig und akustisch dar.
Was wird mit der Dopplersonografie beurteilt?
Die Dopplersonografie bietet die Möglichkeit
den utero- und fetoplazentaren Blutstrom zu beurteilen, also den Blutfluss,
der zwischen Gebärmutter und Plazenta sowie Fetus und Plazenta besteht.
Zum anderen können fetale Blutgefäße und das fetale Herz
untersucht werden.
Kombiniert mit einer Beurteilung des kindlichen Wachstums, der Fruchtwassermenge
und der Plazentareifung gibt die Messung des Blutflusses in den kindlichen
Gefäßen (z.B. Hauptschlagader, Gehirngefäße, Nabelschnur)
und das Durchblutungsverhalten in den Gebärmuttergefäßen
Aufschluss über den Versorgungszustand des Ungeborenen sowie die
Funktion der Plazenta, also über das Wohlbefinden des
Kindes.
Wann wird die Dopplersonografie durchgeführt?
Der reguläre Untersuchungszeitraum reicht
von der 24. 38. SSW, in Einzelfällen jedoch früher,
und hängt maßgeblich von der medizinischen Fragestellung ab.
In welchen Fällen wird die Dopplersonografie
durchgeführt?
Sie wird durchgeführt bei:
- schwangerschaftsbedingter Erkrankung der Mutter (z.B. Diabetes mellitus,
Nierenerkrankung), Bluthochdruck, Präeklampsie (sog. Schwangerschaftsvergiftung)
- Verdacht auf vermindertes Wachstum des Kindes
- verminderter Fruchtwassermenge
- Auffälligkeiten der fetalen Herzfrequenz
- Verdacht auf Herzfehler/Herzerkrankungen
- Verdacht auf kindliche Fehlbildung oder Erkrankung
- Blutgruppenunverträglichkeit
- bestimmten Infektionen (z.B. Ringelröteln)
- Früh- oder Mangelgeburt in einer vorangegangenen Schwangerschaft
- Mehrlingsschwangerschaften
Durch Dopplersonografie können frühzeitig
Situationen erkennbar sein, die konsequentes Handeln erfordern. Bei vermindertem
Wachstum oder Wachstumsstillstand des Kindes oder Neigung zu schwangerschaftsbedingten
Erkrankungen (Bluthochdruck, Präeklampsie) können Hinweiszeichen
bereits 2-3 Wochen vor dem Auftreten von pathologischen CTG-Veränderungen
erkannt werden. Eine intensive vorgeburtliche Betreuung oder in Einzelfällen
eine vorzeitige Entbindung kann notwendig werden.
Untersuchte Gefäße und ihre Bedeutung für
die Beurteilung (gemäß Mutterschaftsrichtlinien)
In der Regel werden mehrere Gefäße untersucht:
Arteriae uterinae ( 18.-24. SSW )
Beurteilung der uteroplazentaren Perfusion, Früherkennung der Eklampsie,
Beurteilung der Plazentafunktion bei morphologischer Veränderung,
Plazentainsuffizienz bei Retardierung oder Oligohydramnie, Veränderung
bei maternalen Erkrankungen.
Arteria umbilicalis ( 2. Trimennon, 3. Trimenon
)
Beurteilung der fetoplazentaren Perfusion, Erkennung einer Plazentainsuffizienz
bei Wachstumsverzögerung und Oligohydramnie (wenig Fruchtwasser).
Aorta fetalis
Erkennung von Verteilungsstörungen, Hinweise auf Zentralisation des
Feten als Ausdruck einer Mangelsituation.
A. cerebri media
Erkennung einer längerdauernden Minderversorgung durch "fetal
brain sparing", d.h. Widerstandsänderung in den Gehirngefäßen,
Flussgeschwindigkeitsmessungen als indirekter Marker einer fetalen Anämie
(z.B. Parvovirus-Infektion, Rhesus-Inkompatibilität).
Ductus venosus
Zentrales Gefäß, vor dem rechten Herzen, fetales Wohlbefinden,
AusschlussHerzinsuffizienz,
venöser Doppler: vena umbilicalis, Vena pulmonalis
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