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Softmarker
Screening
Was bedeutet Softmarkerscreening?
Durch qualifizierte Ultraschalluntersuchung bereits
in der 14. 16. SSW können schon fetale Entwicklungsstörungen
und andere Auffälligkeiten frühzeitig erkannt werden.
So kann bei unauffälligem Ergebnis eine Risikoverminderung (bezogen
auf Altersrisiko/Hintergrundsrisiko) bezüglich Chromosomenstörungen
und anderer Auffälligkeiten möglich sein.
Diese Vorgehensweise wird insbesondere bei Schwangerschaften empfohlen,
in denen der Verzicht auf invasive Diagnostik gewünscht ist.
Was sind Soft marker des Down Syndroms?:
Soft marker sind sonografische Merkmale
- die häufiger bei Feten mit Down Syndrom vorkommen
- die mit einer statistisch gesehen leichten Erhöhung der Wahrscheinlichkeit
einer Chromosomenbesonderheit und /oder körperlicher Fehlbildung
und/oder bestimmter Erkrankungen beim ungeborenen Baby in Verbindung
gebracht werden können
- kein sonografischer Nachweis einer schwerwiegenden körperlichen
Normabweichung sind
- das relative Risikos des Down-Syndroms erhöhen
Liegt ein Softmarker vor, sollte dies Anlass sein
zu einer detaillierteren Ultraschalluntersuchung. Für die meisten
Schwangeren unter 35 Jahren ist die mögliche Risikoerhöhung
bei isoliertem Vorkommen eines Markers kleiner als das Eingriffsrisiko
einer invasiven Abklärung.
Das Fehlen jeglicher Auffälligkeiten ist demgegenüber mit einer
Risikoverminderung um etwa die Hälfte verbunden.
Welche Softmarker gibt es?
Von den vielen verschiedenen Softmarkern
sind untenstehend einige ausführlicher genannt:
- Fetales Profil (Nasenbein, Mikrognathie)
- Hygroma colli, Nackenödem
- Frühe Wachstumsretardierung (Diskrepanz der Extremitätenmessung)
- Plexus chorioideus Zyste (bilateral)
- Fossa posterior Zyst
- Ventrikelerweiterung
- Hyperechogener Darm
- Pyelektasie
- Pyelondilatation
- Megacystis (Blase)
- White spot
- Nabelschnurzyste
- Singuläre Nabelschnurarterie
- Oligohydramnion
- Polyhydramnion
- Kurze Röhrenknochen
- Sandalenlücke
- Unübliche Kopfform/-größe
- Clenched fist
- Doubble-bubble
- Hyperechogene Nieren
- Offener vermis cerebelli
White spot:
Synonyma: intrakardialer echogener Fokus (IEF),
Golfball
hyperechogener Focus:
feinste Verkalkungen im Bereich des Bandapparats
der atrioventrikulären Klappen: Prävalenz bei gesunden Kindern
zwischen 3-6%, abhängig vom Zeitpunkt der Untersuchung, der fetalen
Position, des Untersuchers und des Geräts. Bei Feten mit Trisomie
21 bis zu 35% IEF. Prävalenz in asiatischer Bevölkerung bis
dreimal höher als in kaukasischer Bevölkerung. Kontroverse Diskussion
ob und wie stark die Assoziation eines isolierten IEF mit chromosomalen
Aberrationen ist: Verschiedene Autoren fanden keine Assoziation zur Trisomie
21. Andere Autoren fanden erhöhtes relatives Risiko von 2-19. Andere
Literaturberichte gehen von Risikoerhöhung insbesondere bei bilateralem
oder rechtsseitigem Vorkommen und bei multiplen IEF aus.
Hyperechogener Darm:
Darm besitzt gleiche oder höhere Echodichte
wie der benachbarte Knochen.
Kommt bei 0,2-1,8% aller Untersuchungen im 2. Trimester vor.
Risiko zugrundeliegender chromosomaler Störungen zwischen 3-27% (meist
Trisomie21)
Zystische Fibrose 0-13%, meist maximal bis 5%
Pyelektasie (Hydronephrose) = Erweiterung des
Nierenbeckens, gemessen in anterior-posterioren Position
Pyelektasie des Feten in 0,7-2,8% der pränatalen
Untersuchungen
Risikobeurteilung in Literatur unterschiedlich: Ein bis dreifache Erhöhung
des Risikos für ein Down-Syndrom, jedoch aktuell keine Rechtfertigung
für invasive Abklärung in Low-Risk-Kollektiv
Plexus chorioideus Zyste
(können uni-und bilateral, singulär
und multiplel auftreten)
Inzidenz 0,18-1,36% in unselektiertem Kollektiv
Assoziation des Markers zur Trisomie 18: sieben bis neunfache Erhöhung
des Altersrisikos für Vorliegen eines Edwards-Syndroms
Assoziation zu Trisomie 21:kontrovers beurteilt, keine signifikante Risikoerhöhung
Nackentransparenz im 2. Trimester:
erhöhte Nackenfalte bei 33% der Feten mit Trisomie
21
Relatives Risiko der Softmarker für Trisomie
21:
| |
Nyberg
|
Sohl
|
Nyberg
|
Smith
|
Bromley
|
| |
1998
|
1999
|
2001
|
2001
|
2002
|
| Nackenfalte |
18,6
|
-
|
11,0
|
17,0
|
-
|
| Hyperechogener Darm |
5,5
|
4,0
|
6,7
|
6,1
|
-
|
| Kurzer Femur |
2,5
|
2,1
|
5,1
|
7,5
|
1,2
|
| Kurzer Humerus |
2,2
|
-
|
1,5
|
2,7
|
5,8
|
| IEF/white spot |
2,0
|
6,0
|
1,8
|
1,9
|
1,5
|
| Pyelektasie |
1,6
|
4,5
|
1,8
|
1,9
|
1,5
|
Das Risiko für eine Chromosomenstörung
liegt meist bei einer Kombination von mehreren Softmarkern höher
als bei isoliertem Auftreten.
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Literatur:
The genetic sonogram: a method of risk assessment
for Down syndrome in the second trimester
J Ultrasound Med. 2002 Oct;21(10):1087-96; quiz 1097-8
Bromley B, Liebermann E, Shipp TD, Benacerraff BR
Second-trimester ultrasound to detect fetuses with Down syndrome: a meta-analysis.
JAMA. 2001 Feb 28;285(8):1044-55
Smith-Bindmann R, Hosmer W, Feldstein VA, Deeks JJ, Goldberg JD
Utility of minor ultrasonographic markers in the
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Am J Obstet Gynecol. 1999 Oct;181(4):898-903
Sohl BD, Scioscia AL, Budorick NE, Moore TR
Age-adjusted ultrasound risk assessment for fetal
Downs syndrome during the second trimester: description of the method
and analysis of 142 cases
Ultrasound Obstet Gynecol. 1998 Jul;12(1):8-14
Nyberg DA, Luthy DA, Resta RG, Nyberg BC, Williams MA
Sonographic markers of fetal trisomies: second trimester
J Ultrasound Med. 2001 Jun;20(6):655-74
Nyberg DA, Souter VL
Softmarker und ihre Bedeutung
im zweiten Trimenon
gyn 4/2004:249-255
Schießer M., Tercanli C., Lapaire O., Holzgreve W.
First-trimester septated
cystic hygroma: prevalence, natural history, and pediatric outcome
Obstet Gynecol. 2005 Aug;106(2):288-94
Malone FD,Ball RH, Nyberg DA, Comstock CH, FASTER Trial Research Consortium
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